Kreis Kleve

Foto: © René Roeterink | edelrot.org

EmergencyEye® ermöglicht uns eine schnelle und präzise Einschätzung von Notfällen, ohne zusätzliche Technik vor Ort – das spart wertvolle Ressourcen und reduziert unnötige Einsatzfahrten, bzw. führt zu einem gezielteren Einsatz der Rettungsmittel, etwa als ein Radfahrer verunglückte, bei dem ein schweres Schädel-Hirn-Trauma schon vor der Erreichung des Unfallortes erkannt werden konnte. Durch die Video-Liveübertragung erkannte der Disponent, dass dem Opfer Flüssigkeit aus dem Ohr lief.
Dank EmergencyEye® wurde ein Rettungshubschrauber aktiviert, der binnen kürzester Zeit am Unfallort eintraf, so dass der Radfahrer lebensrettend versorgt werden konnte.“

[Stefan Hartmann, Leiter der Notruf-Leitstelle Kreis Kleve]

Effiziente Gefahrenabwehr: Rund um die Uhr bestens koordiniert

Die Gefahrenabwehr im Landkreis Kleve basiert auf einem gut koordinierten Zusammenspiel verschiedener Organisationen, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Notrufzentrale, die als erste Anlaufstelle für Notrufe dient und sämtliche Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdiensten koordiniert.

Rund um die Uhr besetzt, nimmt die Leitstelle sämtliche Notrufe über die 112 entgegen und entscheidet in Sekundenschnelle, welche Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Hier laufen alle Informationen zusammen – von der ersten Meldung bis zur Koordination der Einsatzkräfte vor Ort. Sobald ein Notruf eingeht, wird er genau analysiert und die zuständigen Feuerwehren, Rettungsdienste oder Katastrophenschutzeinheiten werden alarmiert. Gleichzeitig überwacht die Leitstelle die aktuelle Einsatzlage, hält Kontakt zu den Einsatzkräften und unterstützt sie mit wichtigen Informationen.

Besonders in kritischen Situationen ist eine schnelle und präzise Steuerung entscheidend. Die Notrufzentrale arbeitet mit modernster Technik, um Einsätze effizient zu planen und unnötige Verzögerungen zu vermeiden. Sie verfügt stets über einen aktuellen Überblick über alle verfügbaren Einsatzfahrzeuge und das Personal, sodass sie flexibel auf neue Notfälle reagieren kann. Bei Großschadenslagen oder besonders schweren Ereignissen arbeitet sie eng mit benachbarten Leitstellen und dem Katastrophenschutz zusammen, um eine umfassende Gefahrenabwehr zu gewährleisten.

Unterstützt wird die Notrufzentrale von einem Netzwerk aus erfahrenen Feuerwehren und Hilfsorganisationen, darunter das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und das Technische Hilfswerk (THW). Diese Zusammenarbeit sorgt dafür, dass im Ernstfall schnell und gezielt geholfen werden kann.

Dank dieser gut abgestimmten Struktur ist der Landkreis Kleve bestens auf verschiedenste Gefahrenlagen vorbereitet – von Bränden und schweren Unfällen bis hin zu größeren Katastrophen. Die Notrufzentrale bleibt dabei das Herzstück der Gefahrenabwehr, das rund um die Uhr für die Sicherheit der Menschen im Kreis sorgt.

Foto: René Roeterink | edelrot.org

Präzise Lageeinschätzung und Koordination von Maßnahmen

Im Kreis Kleve wird die Software EmergencyEye® seit mehreren Jahren erfolgreich in der Kreisleitstelle eingesetzt, um die Notfallkommunikation zu verbessern. Diese Technologie ermöglicht es den Disponentinnen und Disponenten, nach Zustimmung der Anrufenden, über die Kamera des Mobiltelefons live auf die Situation vor Ort zuzugreifen. So können sie sich ein genaues Bild von den Verletzungen und der Lage machen und entsprechend reagieren.

Ein praktisches Beispiel für den Einsatz von EmergencyEye® ist die Beurteilung von Verletzungen: Handelt es sich um eine oberflächliche Schürfwunde oder um eine ernsthafte Kopfverletzung? Diese visuelle Einschätzung ermöglicht es, die richtigen Ressourcen bereitzustellen, beispielsweise die Entscheidung, ob ein Rettungshubschrauber alarmiert werden muss. Zudem können die Disponentinnen und Disponenten die Ersthelfenden vor Ort bei lebensrettenden Maßnahmen wie der Wiederbelebung anleiten.

Durch den Einsatz von EmergencyEye® hat die Kreisleitstelle im Kreis Kleve ihre Fähigkeit verbessert, Notfallsituationen präzise einzuschätzen und schnell die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, was die Effizienz der Rettungseinsätze erhöht und potenziell Leben rettet.

Der Kreis Kleve engagiert sich darüber hinaus aktiv an Forschungs- und Entwicklungsprojekten, so auch im SPELL-Projekt (Semantische Plattform zur intelligenten Entscheidungs- und Einsatzunterstützung in Leitstellen und beim Bevölkerungsschutz), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wurde. Ziel des Projekts war die Entwicklung einer offenen Plattform, die durch den Einsatz künstlicher Intelligenz die Entscheidungsfindung in Leitstellen und beim Bevölkerungsschutz unterstützt. Der Kreis Kleve brachte dabei seine Expertise insbesondere in den Bereichen Drohnenintegration, computergestützte Bild- und Sprachanalyse sowie der Einbindung mobiler Sensoren ein.

Durch die aktive Teilnahme am SPELL-Projekt und den innovativen Einsatz von Drohnentechnologie unterstreicht der Kreis Kleve sein Engagement für die Modernisierung des Bevölkerungsschutzes und die Optimierung von Rettungseinsätzen.

Das SPELL Projekt konnte Ende 2024 erfolgreich abgeschlossen werden.

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