Odenwaldkreis

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Effiziente Notfallkoordination für Brandschutz, Katastrophen- und Rettungsdienst

Der Odenwaldkreis ist im Rahmen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr für die Bereiche der Brandschutzaufsicht, des überörtlichen Brandschutzes, des Zivil- und Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes zuständig. Im Rahmen dieser Aufgaben ist er für die Bürgerinnen und Bürger erster Ansprechpartner und organisiert und veranlasst die erforderlichen Gefahrenabwehr- und Hilfsmaßnahmen. Hierfür betreibt der Kreis eine Zentrale Leitstelle in der die europäische Notrufnummer 112 und diverse weitere Rufnummern abgefragt und ausgewertet werden. Mit diesen Informationen koordiniert und leitet die Zentrale Leitstelle die erforderlichen Maßnahmen von der Disposition, Alarmierung, Einsatzabwicklung, Vermittlung von Versorgungskapazitäten und Dokumentation. Aber auch die Anleitung zur Selbsthilfe bzw. Laienhilfe z.B. der videounterstützten Telefonreanimation ist eine dauerhafte Aufgabe.

Bei größeren oder komplexen Schadenslagen wird der Kreis mit seinen Führungseinrichtungen von der Brandschutzaufsicht, über den Führungsstab bis hin zum Katastrophen- und Verwaltungsstab tätig.

Ein Großteil der Aufgaben umfasst als Rettungsdienstträger die Planung und Durchführung des Rettungsdienstes, um die in Hessen vorgegebene gesetzliche Hilfsfrist von 10 Minuten zu erreichen. Gerade hierfür sind effiziente und schnelle Strukturen über die Leitstelle bis hin zum Leistungserbringer erforderlich.

Diese Strukturen garantieren eine zuverlässige Notfallhilfe und Krisenbewältigung im Odenwaldkreis.

LKW-Brand auf einem Parkplatz im Odenwaldkreis.
Foto: Odenwaldkreis

Katastrophenschutz goes digital

Im Odenwaldkreis wird die Software EmergencyEye® seit August 2023 eingesetzt, um die Effizienz der Notfallhilfe zu steigern. Bei Notrufen ermöglicht sie der Zentralen Leitstelle, nach Zustimmung der anrufenden Person, den genauen Standort zu ermitteln, über die Handykamera einen Live-Video-Feed zu erhalten und ggf. auch mit weiteren Experten zu teilen. Dies erleichtert die Lageeinschätzung und unterstützt bei der Anleitung von Ersthelfern. Eine zusätzliche Chat-Funktion mit Übersetzungsmöglichkeiten in 25 Sprachen hilft, Sprachbarrieren zu überwinden.

Seit der Einführung wurde EmergencyEye® bereits vielfach erfolgreich genutzt. Beispielsweise konnte bei einem LKW-Brand durch die Videoübertragung die Situation vor Ort besser eingeschätzt und die Einsatzkräfte entsprechend informiert werden. Auch bei der Rettung einer verunglückten Reiterin in einem Waldgebiet half die genaue Ortung dabei, die Person schnell zu finden und zu versorgen.

Die Feuerwehren des Odenwaldkreises wurden in der Nutzung der Software geschult, und die Einsatzleitwagen sind mit EmergencyEye® ausgestattet.

Die Einführung von EmergencyEye® ist Teil des Projekts „Katastrophenschutz goes digital“, das vom Land Hessen gefördert wird. Ziel ist es, den Bevölkerungsschutz durch den Einsatz digitaler Technologien zu verbessern.

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